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Blogeinträge (themensortiert)
Thema: Kindereien
Lernen für die Schule
...tun nicht nur Kinder, sondern auch Mütter, die sich mit den Aufgaben ihrer Sprösslinge auseinandersetzen.
Solange der Erstklässler Worte mit "x" braucht, ist es einfach, und der Fünftklässlerin zu helfen, andere Worte für "reden" zu finden, ist es auch nicht schwierig, und Mathe und Geometrie mochte ich schon immer gern.
Jedoch dem knapp dreizehnjährigen Sprössling darin zu unterstützen, einen Vortrag über ein gelesenes Buch vorzubereiten, wird dann anspruchsvoll, wenn sich dieser ein Buch ausgesucht hat, das sich mit der Geschichte der Poincaré-Vermutung auseinandersetzt - und er auch noch versteht, worum es denn da geht. Aber zumindest weiss ich seit heute, was Topologie in der Mathematik zu suchen hat, wer Poincaré war und dass seine 1904 aufgestellte Vermutung noch im Jahr 2000 zu den bedeutendsten ungelösten mathematischen Problemen zählte.
Wen die Thematik interessiert:
Poincaré-Vermutung
Das Buch dazu:
Das Poincaré-Abenteuer/ G. Szpiro
Mutter sein bildet, unbestritten.
Jac 13.05.2008, 21.15 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Neuerwerbung
Osteomyelitis - das hatten wir bisher noch nicht in unserer Sammlung von seltenen medizinischen Diagnosen.
Getroffen hat es den Ältesten, der nun die nächsten 14 Tage mindestens im Spital verbringt.
Meine Gefühle dabei, die muss ich erst sortieren...
Jac 02.04.2008, 16.19 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Merkbefreit...
...ist es, wenn die Klasse meiner Tochter nach dem Aufstand, den ich letztes Mal angezettelt habe, schon wieder einen Film mit FSK 12 gezeigt bekommt.
Die Kinder sind ja schliesslich alle schon elf oder fast...
Klar, "The Day after tomorrow" ist ja wohl der einzige Film zur Klimaveränderung....
*aaaaargh*
Jac 02.04.2008, 09.05 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
"aus dem Gröbsten raus"
Und wieder bin ich über den Begriff gestolpert "aus dem Gröbsten raus", bevorzugt benutzt von den Myriaden von Müttern, bei denen sich die erste "babysüss"-Phase schon gelegt hat und die aber noch nicht in dem Alter angekommen sind, wo sie denken, dass die Kinder aus dem Gröbsten raus sind.
Natürlich, das Leben wird unbestritten angenehmer, wenn die Nachtruhe ungestört ist, wenn Klobürsten dort stehen, wo sie hingehören, wo Ausscheidungen aller Art kein zentrales Thema mehr sind, wo man gewisse Verrichtungen wieder allein tun darf.
Doch - das ist nur Augenwischerei, denn all dieser Gewinn wird unverzüglich abgelöst von Diskussionen über angepasste Kleidung, Quantität und Qualität von Medienkonsum , über Sinn und Zweck von Lernen und Hausaufgaben, Begriffe wie Kieferorthopäde, Lerntherapie, Gruppendruck, Rebellion bekommen eine Bedeutung, und wurde man früher physisch bis an die Grenze gefordert ( es ist nicht jedem gegeben, in 2-Stunden-Intervallen zu schlafen und sich danach gelassen zu fühlen), so wird man es danach psychisch, weil man entscheiden muss, ob nun XY wirklich eine blöde Kuh ist und zum nächsten Geburtstag nicht eingeladen wird oder weil man als Katalysator für jeden einzelnen Schulfrust an allem schuld ist....
Aus dem Gröbsten raus?
Wahrscheinlich, wenn sie ausgezogen sind und auf eigenen Beinen stehen. So hoffe ich zumindest - denn vielleicht schreibt gerade jetzt irgendwo eine Mutter einen Blogbeitrag, dass es erst richtig spannend wird, WENN sie ausgezogen sind und vermeintlich auf eigenen Beinen stehen....
Jac 22.02.2008, 09.12 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
...erleichtert, erleichterter, am erleichtertsten...
...denn die Oberstufen-Entscheidung bei Victoria ist endlich gefallen, sie wird vom Sommer an die Bezirksschule gehen.
Und ich freu mich sehr darüber, denn auch wenn sich dieses Kind bisher vor allem durch eher zuwenig Ehrgeiz als zuviel auszeichnete, gern lieber nur das Minimum als doch ein bisschen mehr machte und die ganze Sache nicht so ganz wirklich ernst genommen hat - sie hat das Zeug dazu, den Grips, die Energie und obwohl die Lage bei ihr niemals so klar war wie bei Oliver, bin ich überzeugt, sie wird sich dort behaupten.
Ausserdem - einmal hatten wir nun ja die Umstellung von Primar - auf Bezirksschule, von Klassenlehrer- auf Fachlehrersystem schon hinter uns, und das bedeutet, wir wissen nun schon, worauf es ankommt und wo die Knackpunkte liegen, was den neuen Bezlern am Anfang Probleme macht, weil sie es nicht kennen.
Ich kann nun wieder durchatmen, denn die ganzen letzten Wochen, seit dem Zeugnis schwebte es über uns, das Damokles-Schwert, weil der Notenschnitt eher knapp *hust* war und ihre Fleiss-Note auch nicht gerade berauschend. Doch wie es oft erwähnt wurde, ist es wirklich so, dasss der Notenschnitt nur ein Faktor ist, und Potential und Auffassungsvermögen und ähnliches auch mit in die Entscheidung einfliessen.
Ich gehe auch davon aus, dass zumindest dieses Kind in der nächsten Zeit deutlich pflegeleichter sein wird, weil sich die Anzahl der hysterischen Anfälle pro Tag verringert - ich bin mir ebenso sicher, dass die beiden Brüder dafür alles daran setzen werden, diesen Wegfall zu kompensieren ;-)
Egal, heute freu ich mich einfach noch ein bisschen - bevor ich platt ins Bett falle.
Jac 21.02.2008, 21.41 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Ziel verfehlt
*ironiemoduson*
Es ist pädagoogisch genau das richtige, einer sozial schwierigen Klasse von 10- und 11-jährigen den Film "Mr.und Mrs.Smith" mit FSK 12 zu zeigen - Auftragsmörder, da lernen sie was fürs Leben.
*ironiemodusoff*
*aaaaargh*
Jac 03.12.2007, 21.11 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL
Tagesthema

Spezielle Anlässe erfordern spezielle Kuchen ;-)
Ja, so wollte ich ihn haben - und überhaupt, ich bin jetzt endlich sieben!
Neeeein, das kann nicht wahr sein!
*buuh* - kleine Brüder sind eine Sache für sich....
Ein schöner, voller Tag geht zu Ende - und ich stelle fest:
- vor sieben Jahren war es deutlich wärmer
- vor sieben Jahren war ich deutlich jünger *ggg*
- vor sieben Jahren hat eine neue Zeitrechnung angefangen
- vor sieben Jahren hätte ich mir so einen Blogbeitrag im Leben nicht vorstellen können, denn da glaubte ich noch, Internet könne man nur zur Lebensmittelbestellung benutzen ;-)
Wie gut, bin auch ich sieben Jahre klüger geworden *g*
Jac 22.10.2007, 21.58 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Kleiderkaufen für Fortgeschrittene
Die Aufgabestellung war eigentlich einfach : das Mädchen des Hauses braucht neue Kleidung, denn die langärmligen Shirts und Pullis zeigen dort Haut, wo sie sie eigentlich bedecken sollten und Hosen im 9/10-Look sind nicht modisch, sondern einfach nur zu kurz.
Das ganze sollte möglichst speditiv und preislich erträglich abgewickelt werden, da auch die Kleiderschränke der Buben ein ähnliches Bild zeigen.
Die Stapelfrau zieht also unterstützt vom WBE in den Kampf und instruiert diesen auch über die Komplikationen der Sache:
- kein Rosa, kein Pink, nichts Rüschiges (man vergegenwärtige sich einfach mal optisch eine Mädchenkleiderabteilung, um da die Schwierigkeit zu erkennen)
- nichts Hautenges und Extraschmales
- der Bauchnabel soll weder wegen oben noch wegen unten zu sehen sein.
- Röcke und Kleider werden nicht getragen
- *süss* ist verboten
- Totenköpfe sind nicht gestattet, genausowenig wie Military-Look.
- Kunstfasern sind wegen *bäh* nicht erwünscht
Es ist auch keine Lösung, dass das Mädchen ganz in Schwarz herumläuft, die Phase kommt noch früh genug.
All diese Faktoren bewirken, dass man sich durch einen ganzen Laden ackern kann, um 95 % als unbrauchbar zu verwerfen - und ich mir im stillen manchmal wünsche, unsere Tochter würde, wie viele andere Mädchen auch, eine Schwäche für Rosa und Glitzer haben...
(aber keine Bange, sie muss nicht im Winter nackt herumlaufen ;-)
Jac 01.09.2007, 22.25 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Deckenkreuz
Beim Grossen sagte ich des öftern, ich mache ein Kreuz an die Decke, wenn er die Primarschule verlassen kann und an die Oberstufe kommt, wo eine gewisse Selektion stattfindet, die auch bedeutet, dass er mit gewissen Null-Bock-Schülern nicht mehr in einer Klasse ist.
Jetzt sage ich : ich mache ein weiteres Kreuz an die Decke, wenn meine Tochter die Primarschule verlassen kann, denn der heutige Elternabend hat mir Aha-Erlebnisse beschert, die ich so gar nie haben wollte. Dass es in der Klasse eher unruhig zugeht, das war mir nicht neu, doch die Beispiele, wie sich diese Unruhe äussert, was das denn bedeutet, hat mich schlicht nur noch erschreckt - so schlimm habe ich mir das im Leben nicht ausgemalt. Und am meisten ärgert mich : schon vor einem Jahr war es so schlimm, es gab Krisen-Elternabende, viele Versprechungen und Ankündigungen und den Hinweis, man würde uns auf dem Laufenden halten, wenn es sich nicht verändert.
Da nie irgendwelche Informationen geflossen sind, ging ich davon aus, dass sich die Lage soweit normalisiert hat, dass "unruhig" eben nur das bedeutet, was das Wort an sich sagt - manchmal ist es unruhig in der Klasse.
Doch heute wurde ich eines besseren belehrt. Und ich grummle noch immer daran herum, dass nun diese Klasse im entscheidenden Jahr steht, eine Mehrheit für eine Minderheit "bezahlen" muss und man ein ganzes Jahr hat verstreichen lassen, ohne wirklich für Lösungen zu sorgen.
Und man kann mir erzählen, was man will, mag sein, dass "die Klasse" an sich keine einfache ist, aber wenn es bei der einen Lehrkraft keine Probleme gibt, aber bei der anderen - macht man es sich da nicht ein bisschen gar einfach, wenn es nur an den Schülern liegen soll?
Wenn ich den Kindern x-mal etwas androhe und aber nie eine Sanktion wirklich durchziehe, dann brauche ich mich nicht wundern, wenn sie mich irgendwann nicht mehr ernst nehmen. Das müsste doch auch Pädagogen geläufig sein, oder nicht?
Aber meine Tochter hat anscheinend ein sehr robustes Naturell, dass sie in der Lage ist, bei diesen Zuständen doch noch zu vernünftigen Leistungen zu kommen - was könnte sie wohl erst mit guten Umständen leisten?
*motzgrummelmecker*
Jac 29.08.2007, 23.25 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Unfassbar gut
...wenn Lehrer über Besonderheiten ihrer neuen Schüler Bescheid wissen, weil der Informationsfluss funktioniert
...wenn Lehrer nach zwei Wochen die Stärken und Schwächen eines Schülers realistisch beurteilen können, und ihn nicht wegen zweiterem verurteilen, sondern bei ersterem packen
...wenn Lehrer die Freude am Lernen vermitteln wollen und können statt "Vogel friss oder stirb" zu spielen
...wenn Lehrer besondere Talente nicht als Komplikation oder Bedrohung im Schulalltag sehen, sondern kreative uns sinnvolle Wege vorschlagen, damit dem Sohn nicht langweilig wird.
...wenn man sich als Mutter wünscht, man könnte selber an SO einer Schule nochmal Schülerin sein.
Ich bin überzeugt - es werden gute 4 Jahre für Oliver. Es wird nicht immer alles rund laufen, er wird vielleicht nicht immer so hochmotiviert sein, aber es wird immer einen Weg geben für ihn.
Und nach all den vielen Kämpfen der letzten Jahre ist es nun ein Gefühl wie "wir sind schulisch daheim angekommen".
Gut, einfach unfassbar gut.
Jac 27.08.2007, 23.15 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL


