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Ungeduld als zweiten Vornamen



....kann im Fall von zu bauenden Sandkästen zu leichteren bis stärkeren körperlichen Beschwerden fühlen, wenn man glaubt, man könne locker-flockig zwei Stunden lang schaufeln und pickeln und umstechen und wegschleppen....

Aber das kommt davon, wenn man sich vorstellt, wie das wäre, wenn ein Grossteil der Arbeit schon gemacht ist, wenn der WBE nach Hause kommt und der dann in *ah* und *oh* ausbricht. Alles, was davon zutrifft, ist nun wohl das *ah* und *oh* - aber von mir, weil mir mein Rücken seltsame Signale sendet.

Nun ja, Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden, versenkte Sandkasten anscheinend auch nicht!
;-)

Jac 20.05.2005, 17.51 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Leistung des Tages



Haaah!!!

Ich fühle mich gut, denn ich habe endlich den inneren Schweinehund mal wieder überlistet. Seit vielen Monaten fährt mein Mann ein Auto - und seit ebensovielen Monaten habe ich mich davor gedrückt, dieses Auto zu benutzen, unter dem Vorwand, dass ich zu klein bin, dass ich nicht richtig raussehe, dass beim Chrysler sowieso alles anders funktioniert und überhaupt fahre ich lieber VW-Bus.

Nun hat es vorher an der Türe geklingelt, und der Vorarbeiter hat mich gebeten, das Auto umzuparkieren, Daniel ist mit dem VW-Bus im Baumarkt, der konnte mich also nicht retten. Da kein passendes Mauseloch vorhanden war, habe ich mir halt den Schlüssel genommen, bin eingestiegen und habe über mich selber lachen können, wie ich Handbremse, Scheibenwischer und ähnliches gesucht habe, war schon mehr als glücklich, dass ich den Sitz verstellen konnte - und dann habe ich grinsend das Auto umparkiert.

Mag sein, dass das für viele andere Peanuts sind - für mich selber war das ein grosser Schritt, denn ich tue mich ziemlich schwer damit, mit mir unbekannten Autos zu fahren und im Erfinden von guten Ausreden bin ich meisterlich veranlagt.

Jac 20.05.2005, 09.10 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Kinder-Haushalt

Bei meiner hochanspruchsvollen Aufgabe, das tägliche Chaos in diesem Haus zu mindern, sind mir gewisse Indizien eingefallen, woran man erkennen kann, ob in einem Haushalt Kinder leben:

Wenn man, bevor man an der Tür klingeln kann, zuerst sieben Paar lehmstarrender Gummistiefel überqueren muss, um danach hinter der Türe über Jacken, Mützen und Rucksäcke zu steigen...

Wenn die Klobürste auf dem Fenstersims steht, das Toilettenpapier fünf Meter abgerollt ist und das Waschbecken mit rosa und hellblauen Streifen übersät ( Zahnpasta ???)....

Wenn Regale in den untersten Bereichen leer sind - und in den oberen im Staub steht "X liebt Y" .....

Wenn um den Esstisch herum mehr Brotkrümel sind, als im Brotkasten, die Küche einem Kleiderladen im Schlussverkauf gleicht, weil da ein ständiges Gewusel ist, der Inhalt des Kühlschranks für eine mittlere Armee ausreichen würde.....

Wenn sämtliche Glasscheiben im Haus nach Milchglas aussehen bis auf eine Höhe von einem Meter....

Wenn beim Klingeln des Telefons entweder niemand kommt - oder aus allen unmöglichen Ecken Leute herbeistürmen "ich, ich, ich"....

Wenn beim schönsten Sonnenschein alle Lampen brennen, weil keiner weiss, wie man sie ausschaltet, man sich hingegen bei Einbruch der Dunkelheit in einem Gespensterschloss fühlt, weil doch einer dahinter gekommen ist...

Wenn bei den meisten Zeitschriften das Deckblatt fehlt und genau die eine interessante Nachricht mit Filzstift unkenntlich gemacht wurde.....

Wenn eine seltsame Ordnung herrscht, der Auto-Schlüssel im Medizinschrank, die Fernbedienungen auf der Garderobe, im CD-Fach Orangen, Stromkabel auf eigentümliche Weise auf den Möbeln drapiert, das Fach des Videorecorders mit Tesa zugeklebt ist ......

Wenn auf den Ruf "Aufräumen" keiner daheim ist und auf die Bitte um fünf Minuten Ruhe ein flugzeugstartähnliches Getöse losgeht....

Wenn die volljährigen Personen des Haushalt Augenringe haben, keine Minute stillsitzen können, sondern ständig verschreckt aufjucken und sich gleichzeitig über unruhige Naturen beklagen.....

Wenn die Pinwand voll ist mit Zettelchen, Blättern mit unkenntlichen Darstellungen, Hinweisen auf Elternabende - und darunter die vergessenen Arzttermine stecken.....

Wie man dem entkommt ?
Zum Glück gar nicht:-))
Wer Nachwuchs in die Welt setzt, hat ein für allemal das Recht verspielt, eine ordentliche, sinnvoll genutzte Wohnung zu haben - wenn die Kinder weg sind, hat man sich wohl so daran gewöhnt, dass man weiterhin die Schokolade im Schuhschrank versteckt, niemals nicht einen Schlüssel irgendwo ablegt, aus Angst er könnte im Nirwana verschwinden....

(Das habe ich vor mehr als 3 Jahren im BZ gepostet - aber irgendwie hätte es auch gestern sein können ;-)

Jac 19.05.2005, 21.23 | (6/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Kindereien

Schlechtes Multitasking



Dreieinhalb Kilo Johannisbeeren mit 3 Liter Wasser auf Maximalstufe aufzusetzen und in der Zwischenzeit kleine Anstrichreparaturen zu verrichten, ist nur dann sinnvoll, wenn man die starke Duftentwicklung der Johannisbeeren mit Überkochen in Verbindung bringen kann.

Ich konnte es nicht *ups*

Jac 19.05.2005, 15.39 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Erkenntnis



Manchmal bin ich ein garstiges, altes Weib und entsetzlicherweise geniesse ich das dann auch noch. Wer will denn schon immer lieb und nett sein und für alles Verständnis haben können? Ich bestimmt nicht, Aufopferung und Märtyrertum gehören definitiv nicht zu meinen Charaktereigenschaften.
Wie heisst es doch so schön?

Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein!
oder auch
Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.



;-)



Jac 18.05.2005, 20.50 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Wunschzettel



Ich hätte gern:

- unzerstörbare Gummistiefel aus neuartigem, absolut schnittfestem Material mit Selbstreinigungsfunktion und grössenverstellbar
- bezahlbare Matschhosen, ebenfalls aus neuartigem, absolut schnittfestem Material mit Selbstreinigungsfunktion, müssen nicht grössenverstellbar sein


Das kleine "ImmerIiiiich" hat es doch wirklich geschafft, die wenige Wochen alten Gummistiefel so zu massakrieren, dass sie eher der Durchlässigkeit von Sandalen gleichen, und da vor ihm kein Matschhaufen, keine Pfütze und kein Aussen-Wasserhahn sicher ist, werde ich nun schon wieder aufbrechen, um wasserfeste Sachen zu kaufen. Mir bleibt die Hoffnung, dass es irgendwann schon noch Sommer wird und er seine Abenteuer in der Badehose unternehmen kann ;-)

Jac 18.05.2005, 08.24 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Kindereien

Wege



Es gibt gewiss keinen steinigeren Weg als den zu sich selber -

aber auch keinen mit einem sinnvolleren Ziel!


Jac 17.05.2005, 23.07 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes

Träume



Ohne Expansionsgefäss, ohne offenes System, ohne kaputte Ventile, mit Aussenfühler, mit funktionierenden Thermostaten, ohne Krach und Dreck und mit ganz wenig Platz - das sind die Träume, die ich wegen unserer neuen Heizung habe.

Und manche Träume, die erfüllen sich, wenn man lange genug davon träumt :-)

(und über die Kosten denke ich nach, wenn die Offerte eintrudelt *g*)

Jac 17.05.2005, 10.13 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Ungestörte Nachtruhe - oder so



Schon seit langem muss ich nachts nicht mehr aufstehen, um Babys zu stillen, wickeln, füttern, eiaeia zu machen. Theoretisch sind die Nächte also lang und ungestört, so richtig ideal, um gut zu schlafen.

Praktisch sieht es aber so aus, dass sich der Grosse hinreissen lässt, auch deutlich nach 22 Uhr noch Licht zu haben (gestern war es Mitternacht *grummel*), obwohl er eigentlich um zehn Nachtruhe hätte. Dafür steht der Kleinste besonders an Feiertagen schon um viertel nach sechs auf, und mit "sich leise im Zimmer beschäftigen" hat er es nicht besonders... An den Tagen, wo er morgens auch ausser Haus muss, wacht er natürlich nicht selber auf und wecken ist angesagt, was er mit hinreichend schlechter Laune quittiert. Die Mittlere schläft zwar anstandslos ein und steht auch gemässigt auf - aber dafür schläft sie generell eher zu wenig, und eine halbe Stunde weniger wirkt sich bisweilen verheerend auf ihre Laune aus.

Und ich?
Gehe ich früh ins Bett, ist bestimmt irgendwo noch Rambazamba, gehe ich später ins Bett, meint der Zwirbel wieder einen Frühaufsteher-Preis gewinnen zu wollen - und irgendwie führt das manchmal dazu, dass ich trotz durchschlafender Kinder nicht ausgeschlafen bin...

*gähn*


Jac 17.05.2005, 08.36 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Kindereien

Verkehrte Welt



Unter der Woche sehne ich mich nach dem Wochenende.
Am Wochenende sehne ich mich nach dem Alltag.

Irgendwas läuft in meinem Kopf definitiv falsch.

Hausfrauenkoller?
Lärmschädigung?
Identitätskrise?
Freizeitsübersättigung?


Egal, gut ist morgen wieder der alltägliche Wahnsinn an der Reihe, soviel Entspannung kann einfach nicht gesund sein ;-)

Jac 16.05.2005, 21.36 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes

So schmeckt der Sonntag




Wenn schon das Wetter wenig sommerlich ist, dann packe ich halt Sommeraroma in Gläser ein und das Frühlingsaroma aus dem Garten wird zu frischer Kräuterbutter....

Manchmal habe ich den subtilen Verdacht, ich könne immer nur ans Essen denken - natürlich nur an die Herstellung ;o)

Jac 15.05.2005, 14.38 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Anzieh-Automat


Sehr geehrte Damen und Herren der Familienschutzorganisation!


Ich beantrage hiermit schriftlich und mit dreifachem Durchschlag die Anschaffung eines Anzieh-Automaten für den Nachwuchs im Haus Ohneha.

Die Anschaffungskosten eines solchen Gerätes dürften sich in kurzer Zeit amortisiert haben durch die Einsparung von Nerven, (Mutter-)Zeit und Ohrstöpseln. Ebenso ist anzunehmen, dass der langfristige Lerneffekt so weit gehen könnte, dass sich die unschönen morgendlichen Szenen auf andere Schauplätze konzentrieren können, welche dann durch die freiwerdende Mutter-Kapazität pädagogisch richtig behandelt werden, als Beispiel die weltbewegende Frage, welches Trinkglas das Richtige ist und warum man sich jeden Morgen waschen muss.

Eine vermeintliche Einsparung durch Nicht-Anschaffung dürfte sich negativ auf die Arbeitsmotivation der genannten Familie, insbesondere der Mutter, auswirken und mit mittelfristigen Folgekosten in Form von Auszeiten und Kaufräuschen muss zwingend gerechnet werden.

Ich bitte Sie daher, diesen Antrag wohlwollend zu prüfen, uns in Bälde einen positiven Bescheid zukommen zu lassen und verbleibe

mit freundlichen Grüssen

Frau Mami Dünn-Nerven geb. Schrei-Geschädigt

Jac 14.05.2005, 10.53 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Ironie hausgemacht

Leben nach dem Tod



Gibt es ein Leben nach dem Tod?
Diese Frage kann wohl niemand hier auf Erden ganz sicher beantworten, obwohl es eine Frage ist, die sich viele stellen, besonders dann, wenn sie unversehens mit dem Tod eines nahestenden Menschen konfrontiert wurden. Eine Frage, die so essentiell ist, weil sie für jeden Menschen eine Bedeutung hat, denn wer lebt, wird irgendwann sterben.

Auf der einen Seite stehen da die sachlichen, die meinen, danach gibt es nichts, gar nichts mehr, wer tot ist, ist tot, auch seine Seele. Dann gibt es die verschiedenen Religionen, die das Paradies verheissen nach dem Tod oder auch die Hölle. Es gibt Theorien von Wiedergeburt, Erzählungen über Nahtoderlebnisse, ganze Weltanschauungen basieren auf dieser einfachen Frage.


Auch ich habe mich irgendwann dieser Frage gestellt und abgesehen von meinem persönlichen Glauben eine recht pragmatische Antwort gefunden, die mir immer wieder durch mein Leben hilft :

Wenn ich mir mein Leben schwer mache, indem ich daran glaube, dass nach dem Tod nichts kommt, mich fürchte vor diesem Nichts, mir vorstelle, dass meine Lieben, die schon gegangen sind, ein Nichts sind - um dann festzustellen nach meinem Tod, dass ich mich geirrt habe, dann habe ich mir für Nichts das Leben schwer gemacht.

Wenn ich daran glaube, dass nach dem Tod noch etwas kommt, dass ich meine Lieben wiedersehen werde, dass der Tod nicht das Ende ist - und mich dann irre - dann stelle ich nach meinem Tod nichts mehr fest und es ist egal, ob ich mich geirrt habe.

Also verschwende ich nicht meinen Lebensmut auf eine unklärbare Frage, lasse mich selber glauben, dass noch etwas kommt und fühle mich dabei befreit und voller Hoffnung. So einfach kann es sein.

Jac 13.05.2005, 17.22 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes

Seelen-Food



Heute gibt es mal wieder Essen für die Seele - "meine" Hühnersuppe köchelt vor sich hin und der Griess quillt so leise auf und wartet darauf, dass ich ins kochende Wasser befördere....


...ich freu mich *schleck*


Jac 13.05.2005, 15.40 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Powerkind



Nur gut, habe ich schon einige graue Haare und kann gut damit leben, denn der Zwirbel würde es locker schaffen, mir welche zu verpassen. Dieses Kind ist einfach nicht zu bremsen!


Genauso, wie er als Baby ein Kampftrinker war, ist er heute ein Kampfschläfer, der seine nötigen Stunden Schlaf abspult und dann einfach nur noch wach ist, auch wenn es erst morgens um sechs ist. Er steht auf und dann platzt er vor Energie. Dies und jenes und das und das und das andere - alles, aber auch wirklich alles muss getan, gesagt, geschrieen, gespielt werden, ohne Pause, ohne Luftholen, von morgens früh bis abends. Meine beiden anderen Kinder sind bestimmt auch nicht stille, leise, ruhige Kinder, aber Benjamin hat wohl irgendwie die doppelte Portion Energie, Temperament und Lebenslust mitbekommen. Das ist ja eigentlich wunderschön - aber ehrlich, ich bin bald vierzig - ich kann mit diesem Viereinhalbjährigen manchmal schlicht nicht mehr mithalten ;-)

Jac 13.05.2005, 13.04 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Kindereien

vely vely hot



Getrocknete Thai-Chilis, in der Pfanne geröstet und danach gemahlen, sind ein perfektes Schärfe-Gewürz für alle möglichen Speisen, nicht nur für Thai-Food. Nachdem der Zwirbel vor zwei Wochen den gesamten Inhalt des Gläschens grosszügig im Garten verteilt hat statt es zum Sitzplatz zu tragen, musste Nachschub produziert werden.

Das ist eine heisse Sache : die Chilis in die heisse Teflonpfanne geben - und dann, bis sie hellbraun geröstet sind, möglichst nicht mehr tief einatmen, andernfalls Tränen in den Augen garantiert sind, dann die Chilis auskühlen lassen und mit Chirurgenhandschuhen in den Mixer geben, der nach Gebrauch unbedingt durch die Spülmaschine muss - und danach das ganze Haus durchlüften, denn gegen dieses Aroma und die Schärfe in der Luft kommt nichts anderes an - weder der Duft der frisch gehackten Gartenkräuter noch der von der frischen Rhabarberwähe.

Aber beim nächsten Teller Spaghetti werde ich es lieben ;o)

Jac 12.05.2005, 16.52 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Friedhofsspaziergang



Heute war ich mit den beiden grossen Kindern auf dem Friedhof, wo wir Davids Grab frisch bepflanzt und dekoriert haben. Das ist eine Tätigkeit, die mich immer zurückholt auf den Boden der Realität, denn die Hände in der Erde zu haben, an einem Ort voller Stille und Ruhe klärt viele Gedanken und Gefühle.

Die letzten Tage habe ich wie ein gehetztes Tier verbracht, habe mich selber mit viel Arbeit eingedeckt, als müsste ich einen Preis für das aufgeräumteste Haus gewinnen - und habe mich so wenigstens zeitweise davon befreien können, über die geballte Ladung Ereignisse nachzudenken, die in diesen vergangenen zwei Wochen auf mich heruntergeprasselt sind und mich (mal wieder) in meinen Grundfesten erschüttert haben. Manche Gefühle tauchen einfach immer wieder auf und hauen einen um, nicht weil sie unverarbeitet geblieben sind, sondern weil sie derart mächtig sind, dass sie auch verarbeitet alle Sinne betören.

Nun fühle ich endlich wieder Ruhe und Frieden in mir. Ich habe dort auf dem Friedhof meine Überzeugung wiedergefunden, dass der Tod nur eine Trennung auf Zeit ist, dass man sich auf irgendeine Art wiedersehen wird - und damit habe ich auch mein Herz frei gemacht, um all die Lieben zu spüren, die vorausgegangen sind, allen voran meinen Sohn, der heute Geburtstag hätte und die liebe Cloudy, deren Trauerfeier genau heute war. Und man mag daran glauben oder auch nicht - für mich war es kein Zufall, dass die Trauerfeier genau heute stattfand, denn genau heute war es das richtige, diesen Weg auf den Friedhof zu tun, weil die Teilnahme an der Trauerfeier vor allem aus Zeitgründen und wegen der Distanz nicht möglich war.

Der Badener Friedhof ist eine wunderschöne Parkanlage, mit vielen Wildblumenfeldern voller Bienen und Hummeln, mit duftendem Flieder und stillem Weiher und ein Spaziergang dort ist gut für die Seele, weil es ein so gefühlvoller Ort ist - man spürt das viele Leben dort, die Fülle der Jahre, die Hoffnung. Und gleichzeitig haben meine Kinder dort gelacht und gekichert und mich so wieder hingeführt zum Lachen, zur Freude, zum Leben.

Es ist gut, wie es ist, denn es ist.
Ich bin eine Drei-Kind-Mutter mit vier Kindern, ich bin im Leben, ich spüre es - und das will ich nun wieder tun. Denn man kann das Leben nur rückwärts verstehen - aber leben muss man es vorwärts!
(Darum wird jetzt hier auch wieder regelmässig weitergebloggt *g*)

Jac 11.05.2005, 20.26 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes