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Bedeutung

Seit Wochen studieren wir an einem bestimmten Ferienhaus für den nächsten Sommer herum, das uns einerseits reizen würde, wo aber die Unsicherheit, ob es nun das richtige ist, anscheinend gross genug war, um die Entscheidung aufzuschieben.

Dass es nun besetzt ist, wird wohl schon seine Bedeutung haben.

Nun fangen wir also wieder vorne an, die eierlegende Wollmilchsau zu suchen. Immerhin wissen wir ja schon einige Ausschlusskriterien - das ist doch auch schon was. Wir wissen, was wir nicht wollen. Da wird sich doch was finden lassen, was wir wollen..
...ein bisschen Zeit haben wir ja noch bis zum nächsten Juli ;-)

Und über den heutigen Tag mit den Kindern sage ich nur eins:
Konsequenz und zielorientiertes Handeln ist manchmal sehr anstrengend *hrgs*


Jac 14.09.2006, 22.33 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Mal anders interpretiert

Der Tag in Sprichwörtern:


Morgenstund hat Gold im Mund.
(Wenn man Pech hat, aber einen hysterischen, tobenden Sprössling.)

Was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss.
(Wenn ich es aber weiss, muss ich höchst pädagogisch wertvoll tätig werden und mit Engelszungen auf störrische Kinder einreden.)

Hunger ist der beste Koch.
(Kinder haben im Zweifelsfall dann einfach keinen Hunger, sollten sich in den Speisen ungeliebte Kleinstteile befinden)

Morgen, morgen, nur nicht heute, sagen alle faulen Leute.
(Kinder sind faul, besonders, wenn es um ungeliebte Tätigkeiten angeordnet von Erziehungsberechtigten geht)

Alles Gute kommt von oben.
(Manchmal auch nur Geschrei und knallende Türen.)

Ordnung ist das halbe Leben.
(Mein Ältester wohnt in der anderen Hälfte.)

Steter Tropfen höhlt den Stein.
(oder zerlegt Mutters Nerven in Einzelteile.)

Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.
(Auch nicht, wenn man mittags mit dem WBE telefoniert)


Hab ich was vergessen?
Ach ja, natürlich:

Alles hat ein Ende.
Auch solche Tage.
;-)



Jac 12.09.2006, 22.25 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Abgehakt

..ein weiterer Elternabend, voller politisch korrekter und loyaler Aussagen, voller hochwissenschaftlichen Erklärungen (es ist ja auch überraschend, dass das Bild der Eltern von der Schule die Leistung der Kinder in der Schule beeinflusst *ironieoff*), voller gegenseitiger Versicherungen und Inschutznahme, voller *redenwirüberkleinkram* statt *packenwir'san* - und ich habe mich immer wieder selber zur Ruhe gerufen.

Wie gut, hat meine Tochter eine so erstaunlich psychische Gesundheit und Kraft, dass die letzten schulischen Monate bis auf die Zickerei zuhause bisher keine weiteren Folgen hatten. Und wie gut, habe ich eine erstaunliche Selbstbeherrschung, denn bei dem einen oder anderen geschilderten Vorfall war ich schlicht nur noch baff, dass solche Dinge NICHT den Eltern kommuniziert wurden....

Doch ich bin zuversichtlich, dass sich das Blatt nun gewendet hat, die Klasse wieder ins Lot kommt - und meine Tochter ihren nun erwachten Ehrgeiz, ihre Freude an der Leistung nun ausleben kann. Lange musste ich mich gedulden, oft musste ich mich zurückhalten, sie nicht unter Druck zu setzen, aber jetzt fühle ich - es war richtig so, denn nun scheint beides da zu sein : Spass an der Schule und Spass an der Leistung.
Ich freu mich für meine Tochter, denn für ihre Berufsträume wird eine gute schulische Bildung unerlässlich sein. Sie muss gewiss nicht meine "verpassten" Chancen nachholen - aber ich wünsche ihr, dass sie den Beruf wählen kann, den sie sich wünscht - und nicht den nehmen muss, für den ihre Leistungen reichen. Vor allem, weil ich weiss, dass sie's draufhat.

Willkommen bei den Lernbegierigen, mein Mädchen :-)

Jac 11.09.2006, 22.55 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Sonntag, Tag der Ruhe

Ich war brav heute - ich habe weder gemalert noch geschraubt noch Zimmer demontiert (die paar Kleinigkeiten in Victorias Zimmer zählen nicht, wirklich nicht), ich war festen Willens, mich heute wirksam zu langweilen -
nur habe ich nicht bedacht, was ein Telefonanruf auslösen kann ;-)

Besuch zu haben, ist wunderbar, ich koche so gern, wenn liebe Gäste mitessen, einen Gugelhopf habe ich auch schon viel zu lange nicht mehr gebacken, und das mit der Erholung, das verschiebe ich jetzt einfach mal locker aufs nächste Wochenende.

Sofern mir nichts dazwischen kommt.

Manchmal beschleicht mich der Verdacht, ich kann gar nicht anders als immer auf 180 zu laufen - aber das ist bestimmt nur ein Gerücht und in Wahrheit bin ich eine verkappte Faulenzerin.

Jac 10.09.2006, 21.26 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Langweilig

Dies ist ein langweiliges Blog über ein langweiliges Leben.


Dass das so ist, liegt einerseits daran, dass mein Leben im Vergleich zu früheren Phasen vergleichsweise langweilig ist.
Wir sind gesund, keiner hat gerade eine unheilvolle Diagnose, mit Olivers ADS können wir unterdessen alle ganz gut umgehen (oder wir haben uns daran gewöhnt), Victoria ist eben, wie sie ist und Benjamin auch, meine Erfahrung mit den üblichen Erziehungsproblemen wächst täglich, meine Ehe ist in Ordnung, wir unterliegen keinen Existenznöten, mein Inneres ist ausgesprochen aufgeräumt derzeit....

....und nicht zuletzt gibt es Themen, über die ich mich weder hier noch sonstwo schriftlich äussern werde - ich versichere aber glaubhaft, es gibt ein Liebesleben, es gibt auch mal Spannungen in der Ehe, ich verfolge Tagesaktualitäten und politische Ereignisse, wir leben auch von Geld und nicht von Luft, aber nicht alles muss zwingend breitgetreten werden - das tun andere zur Genüge *flöt*

Deshalb ist das hier ein langweiliges Blog über ein scheinbar langweiliges Leben - und das ist für mich genau richtig so. Ich mag ein langweiliges Leben haben - Dramatik hatte ich genug ;-)

Jac 09.09.2006, 23.03 | (4/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Fertig

Das Kind ist glücklich mit seinem neuen Zimmer.
Die Mutter ist glücklich, dass sie fertig ist.

Was will man mehr?
(wenn man davon absieht, dass noch zwei Kinder anstehen für ein neues Zimmer?)

Was will ich mehr?
Erstmal schlafen, dann einmal Hausaufräum-Putzaktion anberaumen - und dann zur Abwechslung mal nichts. Präzisiere: wenigstens nur wenig. Präzisiere: nur Dinge, die mir Spass machen.
Oder wie auch immer.

Jac 07.09.2006, 22.06 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

geschafft...

...habe ich es noch nicht, auch wenn ich es bin...

Gestern war der Tag der Tage, auf den ich mich seit Wochen vorbereitet habe, den IKEA-Katalog zu meiner Bibel gemacht und den lieben Tag lang in Gedanken Möbel positioniert und jeden einzelnen Zentimeter der knappen Kinderzimmer genutzt habe.
Ich bin da hin gefahren, bin dreieinhalb Stunden drin gewesen, habe im Laden umdisponieren müssen, weil das von mir ausgesuchte erst in 2 oder teilweise 4 Wochen wieder lieferbar ist,  habe das Auto gut gefüllt (was bei einem VW-Bus schon einiges bedeutet), bin nach Hause gefahren und habe das alles mal in die Garage geräumt, die Kinder von der Sternwanderung, knatschig und erschöpft in Empfang genommen und *papikommtheuterstspät* gespielt.

Heute morgen musste ich dann erst das Schlafzimmer auf/ausräumen, weil natürlich genau heute auch noch unsere neuen Matratzen geliefert werden, danach wurde geschraubt und zusammengebaut und vor allem erst mal hochgeschleppt.  Es ist ja schön, wenn IKEA auf alle Pakete drauf schreibt, wie schwer sie sind, aber deswegen tragen sie sich auch nicht leichter oder schneller die zwei Etagen hoch ;-)
Das Grobe habe ich heute geschafft, die Gardinen hängen auf der neuen Stange in der richtigen Länge, die Feinheiten wie Bilder, Teppiche, Deko, Regale usw. kommen morgen an die Reihe - und morgen abend sollte Victorias neues Zimmer fertig sein.

Und wenn ich dann nach vorne schaue, dann sehe ich, dass Oliver nun doch möchte, dass auch sein Zimmer sehr bald gemacht wird, und nicht erst in ein paar Monaten und ich höre Benjamins Worte, dass er auch ein neues Zimmer möchte,



- und ich weiss genau, warum ich meiner Familie aufgetragen habe, mir am Sonntag Arbeitsverbot zu geben, ich kenne mich gut genug *g*

Wenigstens darf ich heute nacht meine müden Glieder auf einer neuen, guten, nicht durchgelegenen Matratze zur Ruhe betten - ich bin morgen bestimmt wieder wie neu. Oder so.

Jac 06.09.2006, 21.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Lasst uns singen...

...das Lied vom kommenden Vollmond:


Oh schöner Mond, Du bist bald voll,
die Kinder spüren es ganz toll.

Du stehst so hell am Himmel da,
die Kinder spinnen spielen trallala.

Ein jeder hier, ob gross, ob klein,
verflucht bestaunt den schönen hellen Schein.

Oh Vollmond, sei doch bald vorbei,
ich fühl mich sonst wie Haferbrei,
Oh Vollmond, sei doch bald vorbei,
ich hab nicht nur zwei, ich habe drei...
[ da capo ]


*umfall*




Jac 04.09.2006, 22.39 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Spritzt nicht...

...das steht fast auf jedem Eimer mit Innenfarbe.
Aber Papier ist ja bekanntlich geduldig und nimmt alles an.

Ich weiss ja nicht, ob einfach meine Farb-Auftrag-Technik nicht ganz so optimal ist, aber bei mir spritzt es immer, wirklich immer. Ob mit Pinsel oder Rolle, wenig oder viel Farbe drauf, flüssig oder weniger flüssig, sanft oder mit sanfter Gewalt aufgetragen, ob mit Verlängerungsstiel oder direkt - es spritzt. Nicht etwa grosse Tropfen, sondern ein hübscher feiner Sprühregen aus Farbe, heute wahlweise in weiss oder blau.

Natürlich habe ich alles abgedeckt und abgeklebt und eingepackt, was nicht aus dem Zimmer zu entfernen war, aber das wichtigste Utensil beim Malen konnte ich beim besten Willen nicht hundertprozentig schützen.
Die Farbspritzer auf dem (abgedeckten) Boden, auf dem (abgedeckten) Fenster, an der (abgeklebten) Steckdose, die stören mich wirklich nicht, wenn alles trocken ist, kommen die ganzen Farbspritzer auf Folie in einen grossen Müllsack und alles ist sauber.
Aber ich - ich sah heute aus, als hätte ich hellblaue Sommersprossen *g*
Wenigstens war es wasserlösliche Dispersion und keine Acrylfarbe...



Jac 03.09.2006, 21.10 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Pendant

Was ist eigentlich das weibliche Gegenstück zu einem

Hans-Dampf-in-allen-Gassen ?


Susi-Rauch-auf-allen-Strassen?
Fränzi-Schnell-über-alle-Wege?


Jac 03.09.2006, 21.02 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Allerlei

- der Abbau eines Hochbetts ist definitiv einfacher als der Aufbau - besonders dann, wenn das Bett fast so gross wie das Zimmer ist. Zimmer eins ist nun ganz leer und ist für die Aktion "Kinderzimmer in Jugendzimmer umwandeln" freigegeben. Was dann erst mal mit viel weisser und etwas weniger viel arcticblauer Farbe anfangen wird. Die Möbel und Textilien, Tische und Regale sind noch in den Möbelgeschäften - zumindest bis Dienstag, wenn nicht die Wanderung der gesamten Quartierschule abgesagt wird.
Zur Abwechslung mal ein ganz leeres Zimmer neu zu streichen dürfte eine sehr entspannte Art zu malern sein ;-)

- Sandkastenliebe ist so süss!
Und einen guten Geschmack hat er ja, unser "Kleiner" *g*

- Manche Einladungen entwickeln eine interessante Eigendynamik. Was als gewöhnliches Familientreffen gedacht war, weil unsere Nichte Geburtstag hatte, entwickelte sich zu einer Nostalgie-Veranstaltung erster Güte, als mein Schwager den Plattenspieler in Betrieb nahm, und dort Dinge wie BJH, Supertramp, Dire Straits und ähnliches auflegte - und plötzlich fühlt man sich im Herzen wieder jung, erinnert sich an die ersten Schulfeten mit den engstumschlungenen Tänzen zum "poor man's moody blues", an die Hoffnungen und Träume....
...und nimmt sich vor, endlich mal die eigenen Platten wieder auszugraben, den Plattenspieler anzuschliessen und noch mal ein bisschen auf jung zu machen.
Wenn da nur die komplizierte Verkabelei am Receiver nicht wäre ;-)

- die anderen beiden "Kinder" von Minouche sind ja so gewachsen - und einfach nur bezaubernd - und ihre Begegnung mit dem Igel war besser als es jede Komödie je sein kann.


- thailändische Küche ist wie ein Sonnenaufgang am Meer - einfach nur genial, und ich kann nicht genug davon bekommen. Ich habe heute wieder mal mein Tom Khaa Gai nicht einfach nur gegessen, sondern mit jeder Faser aufgenommen, um das Glücksgefühl eines absolut perfekten Gerichtes zu spüren.

- Lebensqualität kommt aus den kleinen Oasen, die man dem Alltag abtrotzt und wo man nach dem Lustprinzip verfährt statt nach dem Verstand. Ich muss wohl wieder mehr ins Trotzalter kommen, das war meine Erkenntnis.

Ein rundum gelungener Tag.

Jac 02.09.2006, 23.16 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

"Reiss Dich zusammen!"

...das war viele Jahre die einzige Art, wie ich mit Druck, mit psychischem Stress durch traurige Ereignisse, mit Trauer, Traurigkeit und Angst umgegangen bin.
Zusammenreissen bis zum Abwinken, zusammenreissen so sehr, dass ich oft nur noch eine funktionierende Hülle war - aussen fröhlich und normal, und innen leer, gelähmt, blockiert - und rettungslos allein und einsam.
Es hat funktioniert, ich habe funktioniert, und manchmal war das auch nötig, dass ich wenigstens noch irgendwie funktioniert habe, denn alles andere ging einfach nicht. Manchmal kam zwar ein bisschen was hoch, so einzelne Zipfel, aber immer schön brav dosiert, auf dass sie keinen überfordern oder gar etwas abverlangen. Nur immer grad so viel loslassen, damit das Funktionieren wieder funktioniert, so lief es.


Die letzten Tage waren anders. Ich habe es zugelassen, neben mir zu stehen, ich habe mich fallenlassen, habe mir zugestanden, traurig und verzweifelt zu sein, das auch zu leben, ich habe mich einfach nicht zusammengerissen - und es hat so gutgetan. Für einmal nicht stark zu bleiben, für einmal nicht gebetsmühlenartig Hoffnung und Zuversicht zu verbreiten, für einmal nicht alle anderen statt mich selber zu trösten....
...und die Welt ist nicht zusammengebrochen, die Kinder sind nicht verwahrlost, der Haushalt ist nicht im Chaos gelandet (oder nicht mehr als sonst auch).

Ich habe daraus gelernt.
Ich habe vor allem meine eigene Strategie durchbrochen, die so lange so gut und richtig funktioniert hat, bis sie mir schon lange zur Falle, zur Fessel geworden ist. Gefangen im eigenen Verhalten und der eigenen Erwartung.

In Zukunft werde ich mich hoffentlich öfter nicht zusammenreissen können, wenn mir etwas widerfährt, mit dem ich zuerst klarkommen muss, denn irgendwie ist das so viel lebendiger, so direkter - und so viel kürzer.

Nun werde ich mich meinem Alltag widmen, meine Katze streicheln, unser Wochenende geniessen - und mich so viel näher an mir fühlen, weil ich auch nicht funktionieren kann.
Es tut gut.


Jac 01.09.2006, 21.28 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes