
Wollschnegge
Kreativstadl
Chattys Kram
Susfi
Pfoten-Anekdoten
Wollkommode
Püppi
Spottdrossel
Me and Myself
Bayerhof-Aktuell
Fräulein Sonnenschein
Modellbahnclub Orlabahn e.V.
Die Strickinsel
Meisters Romantic
Dat Krümel
powered by BlueLionWebdesign
Einträge ges.: 1767
ø pro Tag: 1
Kommentare: 3612
ø pro Eintrag: 2
Online seit dem: 07.12.2003
in Tagen: 1857
Ausgewählter Beitrag
Kleine Kinder, kleine Sorgen...
...grosse Kinder, grosse Sorgen...
Wer kennt ihn nicht, diesen Spruch...
Ich dachte immer, dass mit zunehmendem Kinderalter eine Verlagerung stattfindet, weg von den "pflegerischen" Aufgaben hin zu den "freundschaftlichen", beratenden Aufgaben und dass das dann viel leichter ist.
Doch nun merke ich, dass das eher ein Wunschdenken war.
Klar, alle meine Kinder sind in der Regel einige Stunden täglich ausser Haus, Körperpflege könn(t)en sie selber, wegen Hunger oder Durst muss ich auch nichts mehr fallen lassen und zu Hilfe eilen.
Und doch, in den Stunden, wo sie dann hier sind, da brauchen sie mich mehr, intensiver als früher. Es reicht nicht, dreiundzwanzig Mal die gleichen Lego-Teile zusammenzustecken, weil sie es selber noch nicht können, sondern da sind intensive Sachen gefragt wie Hausaufgabenkontrolle, ein Thema, das beim Grossen früher keines war, weil's nicht so drauf an kam, doch jetzt kann er sich eben nicht mehr durchmogeln und so bin ich in der Pflicht - nicht sein Aufgaben zu machen oder für ihn zu entscheiden, wann er sie macht, sondern ein Auge drauf zu haben, weil er ganz gern mal den Überblick verliert und sie dann vergisst. Plötzlich muss dieses Kind lernen, weil's ohne Lernen nicht mehr reicht - und das muss zuerst mal in seinem Kopf ankommen, denn 5 Jahre lang hat er alles im Vorbeigehen mitgenommen und musste sich kein bisschen anstrengen...
Können tut er es, nur das mit der Selbstorganisation, daran arbeiten wir noch - manchmal effizient und manchmal nur einfach laut, weil sich seine Vorstellungen nicht wirklich mit den unseren decken..
Töchterlein befindet sich in der entscheidenden Phase, welchen Typ Oberstufe sie ab nächsten Sommer besuchen wird. Und so gern sie in die Bezirksschule möchte, im Alltag ist die Motivation sich dafür einzusetzen eine oft sehr brüchige Sache - und so erinnere, motiviere ich, spiele den Antreiber - und das möglichst zeitgleich mit dem Antreiben des Grossen - und parallel zum Kleinsten, der nun auch Aufgaben machen muss und erst lernen muss, dass Schule nicht aufhört, wenn die Schule aus ist.
Daneben mache ich mir (zu?) viele Gedanken über ihre Persönlichkeitsentwicklung, über pubertäre Machtkämpfe, über hormongeschwängerte Streitigkeiten und ich finde das alles momentan doch ziemlich anstrengend.
Bei der Vorstellung, neben diesen Aufgaben noch einen Job oder eine erneute Ausbildung schmeissen zu müssen, wird mir ganz anders.
Ich weiss, es gibt viele da draussen, die genau das tun - aber ich kann es mir für uns nicht vorstellen, denn die Abstriche wären zu gross und langfristig würden die Kinder darunter leiden.
So beisse ich eben die Zähne zusammen, halte mir vor Augen, wie wichtig das ist, was ich hier tue und lasse mich gelegentlich belächeln "weil meine Kinder sind ja schon so gross, da ist es ja schon so viel einfacher...".
Jaja.
Aber so ganz unter uns:
auch wenn ich gelegentlich da Bedürfnis habe, hier auszureissen - ich weiss, dass ich die Herausforderung brauche. Für die einen ist das ein Job, für andere eine Ausbildung - für mich eben die Bedürfnisse der Kinder. Und das wissen sie anscheinend ;-)
Jac 30.10.2007, 20.23
Aufgrund des gestiegenen Spams durch sogenannte Spambots, müssen wir Euch bitten, zunächst die folgende Captcha Abfrage zu beantworten, bevor Ihr kommentieren könnt.
Kommentare zu diesem Beitrag
vom 30.10.2007, 21.50
Tja, ich bin wohl eine von denen da draußen
Und ich bin überzeugt, dass es zwischen Job und Bedürfnissen der Kinder auch ein "und" gibt, nicht nur ein "entweder" - "oder".Lieben Gruß
vom 30.10.2007, 20.50
Nein, bist Du nicht.
Denn ich glaube, Dir ist schon klar, dass es Kinder gibt, die "mehr" brauchen als andere, dass es Familiengeschichten gibt, die komplizierter sind als andere.
Es geht mir auch keineswegs darum, dass ich in die Welt stellen möchte, dass es nur entweder oder gibt und nur Kinder mit Vollzeitmütter eine gute Kindheit haben - um Himmels willen, das tun genügend andere *g*
Sondern es ist eine rein persönliche Betrachtung, geboren aus dem Bedürfnis, mir selber Mut zuzusprechen, mir selber auf die Schulter zu klopfen, weil ich's nicht hinschmeisse - und auch persönlich, weil es auch hier nicht genannte Umstände gibt, die es hier bei uns, mit meinem Mann und mit meinen Kindern, in diesem meinem Leben, zu einem "entweder/oder" machen.



Liebe Jac,
dieses "Nicht lernen können" ist eine Angst, die mich seit Mikas erstem Schultag verfolgt.
Er hat in diesem Schuljahr angefangen Klarinette zu spielen. Endlich mal etwas, was ihm nicht zufällt. Leider fürchte ich auch etwas, wofür er nur wenig Begabung hat *schlimmeMutterICH*. Frag' nicht, welches Geschrei hier tobt, wenn er üben soll.
Himmel, wenn ich mir vorstelle, dass es irgendwann mit der Schule auch so wird *heuljammer*.
Andererseits habe ich bewusst ein Musikinstrument als Herausforderung für ihn haben wollen, weil ich ahnte, dass ihm DAS nicht zufallen würde.
Gucken wir mal was dabei herauskommt.
Ich freue mich für dich, dass DU genau das tun kannst, was DU als richtig für Eure Familie erachtest.
Du weisst ja, der ein oder andere negative Kommentar da ist sicher auch ein wenig Neid dabei. Weil es eben nicht jedem möglich ist, genau das zu tun, was für ihn/sie richtig wäre.
LG
Steffi, schon a bisserl neidisch ;-)
vom 31.10.2007, 12.11