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"aus dem Gröbsten raus"


Und wieder bin ich über den Begriff gestolpert "aus dem Gröbsten raus", bevorzugt benutzt von den Myriaden von Müttern, bei denen sich die erste "babysüss"-Phase schon gelegt hat und die aber noch nicht in dem Alter angekommen sind, wo sie denken, dass die Kinder aus dem Gröbsten raus sind.

Natürlich, das Leben wird unbestritten angenehmer, wenn die Nachtruhe ungestört ist, wenn Klobürsten dort stehen, wo sie hingehören, wo Ausscheidungen aller Art kein zentrales Thema mehr sind, wo man gewisse Verrichtungen wieder allein tun darf.
Doch - das ist nur Augenwischerei, denn all dieser Gewinn wird unverzüglich abgelöst von Diskussionen über angepasste Kleidung, Quantität und Qualität von Medienkonsum , über Sinn und Zweck von Lernen und Hausaufgaben, Begriffe wie Kieferorthopäde, Lerntherapie, Gruppendruck, Rebellion bekommen eine Bedeutung, und wurde man früher physisch bis an die Grenze gefordert ( es ist nicht jedem gegeben, in 2-Stunden-Intervallen zu schlafen und sich danach gelassen zu fühlen), so wird man es danach psychisch, weil man entscheiden muss, ob nun XY wirklich eine blöde Kuh ist und zum nächsten Geburtstag nicht eingeladen wird oder weil man als Katalysator für jeden einzelnen Schulfrust an allem schuld ist....

Aus dem Gröbsten raus?
Wahrscheinlich, wenn sie ausgezogen sind und auf eigenen Beinen stehen. So hoffe ich zumindest - denn vielleicht schreibt gerade jetzt irgendwo eine Mutter einen Blogbeitrag, dass es erst richtig spannend wird, WENN sie ausgezogen sind und vermeintlich auf eigenen Beinen stehen....


Jac 22.02.2008, 09.12

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Kommentare zu diesem Beitrag

2. von witha

Nunja, ich habe 6 Kinder von 14 bis 28....5 Frauen, einen Sohn....und ich sag gar nix dazu, außer vielleicht das eine; genieß solche Sachen wie Kieferorthopäde...verdammt, hätte fast vergessen, mein Telefon und mein Handy auszustellen *uff* nochmal gutgegangen; könnte ein schöner, entspannter Tag werden....

vom 31.03.2008, 12.00
1. von dasmiest

Oh ja, kenne ich. Mein persönlicher Alptraum wäre glaube ich, zu den neuen Herausforderungen der "Großen" jetzt noch ein oder zwei Babys zu haben, die mir den Nachtschlaf rauben. Worst Case. Und ehrlich, ich kriege langsam richtige Angst vor der Pubertät...

vom 22.02.2008, 15.05